Mit The Work zur Erleuchtung?


Ich habs nicht so mit erleuchteten Meistern. Mir liegt mehr das Bodenständige.
Die Reise zurück zur Quelle in uns, das Reinwachsen in unsere wahre menschliche Größe ist eine zutiefst persönliche Erfahrung und eine Aufgabe, die nur jeder für sich alleine bewältigen kann.

Auf dieser Reise geht es unter anderem darum, sich von allen äußeren und inneren Autoritäten frei zu machen. Dazu brauche ich den Mut, mich wieder auf mich selbst und mein eigenes Urteilsvermögen / meine eigene Intuition zu verlassen. Ein erleuchteter Meister, dem ich nacheifere, den ich nach der Wahrheit frage oder den ich für unfehlbar halte, steht für mich dazu in einem direkten Widerspruch.

Erleuchtung als Falle auf dem spirituellen Weg

Eine Erleuchtungserfahrung bedeutet noch keine Befreiung, die innere Arbeit geht jetzt erst los: Es geht darum, mit meinem wahren Wesen in Verbindung zu sein, es wirklich zu verkörpern und aus dieser Quelle heraus zu sprechen und zu handeln. Dazu muss ich nochmal den Weg zurück gehen durch all die schmerzhaften Erfahrungen, die bei den meisten von uns in der frühen Kindheit dazu geführt haben, dass wir den Kontakt zu unserem ursprünglichen Sein verloren haben.

Als Ersatz für unser wahres Sein haben wir eine Ego-Persönlichkeit entwickelt. Die sorgt auch dafür, dass wir den erlebten Schmerz nicht mehr fühlen müssen. Doch genau dadurch verhindert sie auch das Wiederfinden unseres wahren Zuhauses, nach dem wir uns so sehr sehnen. Bei der Reise zurück zu uns selbst geht es also um nicht weniger, als das vollkommene Abstreifen unserer Ego-Persönlichkeit.

Mit The Work zur Befreiung?

The Work war und ist für mich eine außerordentlich hilfreiche Methode, um die anspruchsvolle innere Arbeit der Selbsterkenntnis zu leisten: Es ist wie bei dem Spiel "Jenga", wo wir aus einem Turm von Holzklötzchen (Das Ego) nach und nach ein Klötzchen herausziehen, bis der Turm ganz in sich zusammenfällt. Das Ego wird also immer lichter, das wahre Selbst kommt immer mehr zum Vorschein. Und irgendwann merken wir, dass es diesen Turm gar nicht braucht um unser Leben zu leben: Wir müssen unsere Erfahrung nicht kontrollieren, nicht an bestimmten Zuständen festhalten und andere Zustände ablehnen. Und wir brauchen es auch nicht mehr, von unseren Mitmenschen auf eine bestimmte Art gesehen zu werden.

Diese Art das Leben zu erfahren fühlt sich nicht erleuchtet, erhaben oder außergewöhnlich an, sondern ganz vertraut, natürlich, irgendwie intim und sehr real. Der Inhalt meiner Erfahrung ist dann nicht mehr wichtig: Leben selbst ist in jedem Augenblick zutiefst erfüllend, egal wie es sich gerade zeigt.

Was ist zu tun?

An welchen Ansatzpunkten die Arbeit mit The Work nach meiner Erfahrung für den Bewusstseinswandel nützlich ist und welche Work-Methoden ich als besonders effektiv erlebt habe, davon schreibe ich auf diesen Seiten. Vielleicht findest Du die eine oder andere Anregung für Deinen weiteren Weg zu Dir selbst.

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