Innere Begrenzungen überwinden -
Dem Herzen folgen


Im Laufe unserer Entwicklung gab es unzählige Momente, in denen wir uns selbst und die Wahrheit unseres Herzens verraten haben. Wir wollten geliebt werden, etwas richtig machen, eine Strafe vermeiden, uns wertvoll fühlen, dazugehören, Anerkennung bekommen, Erfolg haben, nicht der Verlierer sein, uns schützen, wahrgenommen werden oder einfach nur überleben.

Das hat dazu geführt, dass wir uns eine ganze Menge Verhaltensweisen angewöhnt haben, die nicht stimmig für uns sind. Wir tun Dinge, die uns nicht wirklich Freude bereiten, die uns nicht gut tun, oder die wir vielleicht sogar verabscheuen. Gleichzeitig unterlassen wir es das zu tun, wonach wir uns eigentlich sehnen.

Welche Glaubenssätze stehen uns im Weg?

Zum einen sind es all unsere kindlichen Überzeugungen über das, was wir glauben tun zu müssen, damit unsere Bedürfnisse erfüllt werden. Das sind z.B. Sätze wie:

Wenn ich die Erwartungen anderer erfülle, bekomme ich Anerkennung.
Wenn ich mich anpasse, mögen mich die anderen.
Wenn ich erfolgreich bin, wertschätzen mich die anderen.
Wenn ich meine Stärke zurückhalte, bin ich sicher.
Wenn ich freundlich und höflich bin, gehöre ich dazu.

Zum anderen gibt es Überzeugungen, die uns davon abhalten, unserem Herzen zu folgen. Wir haben z.B. Befürchtungen wie:

Wenn ich meiner Berufung folge, kann ich meine Existenz nicht sichern.
Wenn ich mich verletzlich zeige, werde ich untergehen.
Wenn ich die Wahrheit sage, möchte niemand mehr etwas mit mir zu tun haben.
Wenn ich ich selbst bin, nimmt mich niemand wahr.
Wenn ich meinem Herzen folge, bin ich egoistisch.

Solche Überzeugungen gibt es in vielen Variationen. Wir haben uns die absurdesten Strategien zurecht gelegt, um die Beziehung zu unseren ursrpünglichen Bezugspersonen aufrecht zu erhalten und um in der Welt zurecht zu kommen.

Wie komme ich diesen Sätzen auf die Spur?

Wenn ich ein Verhalten ablegen will, das sich nicht mehr stimmig für mich anfühlt, helfen folgende Fragen:
Was erhoffe ich mir bisher von dem, was ich tue?
Was befürchte ich passiert, wenn ich es bleiben lasse?

Und wenn ich etwas tun möchte, was ich mir bisher nicht erlaubt habe, führen folgende Fragen weiter:
Was hatte es bisher für einen Nutzen, dass ich es nicht getan habe?
Was befürchte ich passiert, wenn ich es tue?

Die gefundenen Überzeugungen kann ich jetzt mit der Technik der Wenn-Dann-Sätze hinterfragen. Eine Anleitung dazu findest Du hier:
Worken mit Wenn-Dann-Sätzen

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